Warum 85% aller Personal Trainer nicht erfolgreich sind

Hallo liebe Kollegin, lieber Kollege.
 
In meiner letzten Mail habe ich auf die Studie (Tietze und Gronau, 2015) hingewiesen, dass nur 15 % aller Personal Trainer wirklich langfristig erfolgreich und emotional gesund arbeiten.

 


Aufgrund vieler Befragungen und Verbandsarbeit kann ich diese Studie bestätigen und behaupten, dass ein Großteil von uns mit Unzufriedenheit, Burnout, geringer Wertschätzung, zu viel Zeit im Marketing, Einzelkämpfertum, Konkurrenz statt Teamplaying kämpft oder hart an der finanziellen Existenz arbeitet.

Ziel ist es doch zu den 15 Prozent zugehören. Sei gemeinsam ein Teil der Gruppe von Personal Trainern und Experten, die exzellenten Service, erfolgreich und emotional gesund sowie vieles nachhaltig bei ihren Klienten bewirken. Die somit einen weitaus größeren Impact auf den erweiterten Kreis ihrer Klienten erzeugen.
 
Wenn wir es wollen, leben wir als Personal Trainer und Coaches den „Most Important Job“ unserer Gesellschaft.

Es gilt sich jetzt die Tools anzueignen. Authentisch, unvergleichlich, motiviert und kompetent aus der aktuellen Lage hervorzutreten. Und so einen Mehrwert für Deine Klienten zu schaffen. Und Dein Business voranzubringen.
Den heiligen Gral im Personal Training, oder einem all-fits-all-System, um es allen Klienten recht zu machen gibt es nicht. Und dennoch kommen zwei entscheidende Skills dem nah:

Skill Nummer 1:

Hands-On - mehr als nur anfassen

 
Ein explizites Merkmal eines sehr guten Personal Trainers ist die Kunst des Hands on – Anfassen als Kompetenz. Um Übungen anzuleiten gibt es meines Erachtens vier Möglichkeiten: auditiv, visuell, taktil und mental. Die Kunst ist es die effektivsten Cueings so typgerecht und im Einklang mit Mimik und Gestik zu verbinden, dass der Klient sicher und effektiv die Übungen ausführt.

In Verbindung mit professionellen Griff-/Druck-/Zug- oder Schiebetechniken gelingt ein Personal Training auf höchstem Niveau. Denn so signalisieren wir Kompetenz, Klarheit oder Führungsfähigkeit. Die Wissenschaft und die eigene Erfahrung zeigt, dass das Vermitteln von Bewegungen durch Vormachen UND Führen durch Anfassen am ehesten gelingt.

Allerdings gelten hierbei einige Spielregeln. Ein exaktes Erlernen der Techniken ist Grundvoraussetzung. Zusätzlich muss der Personal Trainer sich seiner Position bewusst sein und vor allem authentisch, klar und professionell handeln. Daher sollte sich jeder zuvor fragen, wie er ich fühlt, wenn er mit Händen, Füßen, Kopf und manchmal mit dem gesamten Körper direkten Kontakt aufnimmt.
Verwende Bilder beim Anleiten von Übungen die der Klient sofort nachvollziehen kann und nutze oft externale Anreize (bspw. „Drück die Erde weg!“, „Folge meinem Finger!“), denn diese werden neuronal viel stärker umgesetzt als klassische internale Ansagen („Spann den Po an.“ „Rücken gerade.“).

Weitere Infos und Videos zum Thema Hands-On hier klicken

Die größte Chance ist  das Berühren an sich. Biete einen Raum des Vertrauens und körperlicher Freiheit. Die meisten Menschen sind zu selten im körperlichen Austausch. Durch cleveres Hands-On und einer Umarmung bei der Begrüßung kann ein enormer Schub des Bindungshormons Oxytocin ausgelöst werden. Nutze dies und überprüfe Dein persönliches Nähe-Distanz-Schema.


Skill Nummer 2:

Psychosoziale Kompetenz - erkenne Deine Rolle

Das Entscheidende für ein erfolgreiches Personal Training ist nicht (nur) fachliche Kompetenz, sondern auch das zwischenmenschliche Verhältnis von Klient und Personal Trainer. In den letzten Jahren hat sich die fachliche Ausbildung enor vervielfältigt – allerdings fehlt es noch immer an einer Sensibilisierung für Soft Skills.
 
Der erfolgreiche Personal Trainer reagiert sensibel auf die körperliche und seelische Situation des Klienten. Bist du nur Trainer oder auch Coach, Behandler, Freund auf Zeit oder alles gleichzeitig? Wie viel Empathie ist richtig, um Vertrauen aufzubauen? Welche Wege lassen demotivierte Klienten wieder aktiv werden? Wie viel Nähe ist angemessen? Warum ist Vorfreude wichtiger als das Ergebnis des Personal Trainings? Wo sind die Grenzen der Privatheit und Intimität?

Beispiel: Mythos "Erster Eindruck zählt"

Stell dir vor, du würdest jedes Mal dem ersten Eindruck folgen und aufgrund deiner persönlichen Erfahrungen, sozialen Filter und Bewertungsmuster Menschen in bestimmte Kategorien einstufen. Ich garantiere dir, dass du dadurch viele Möglichkeiten, interessante Menschen kennenzulernen, und letzten Endes auch Geld verschenken würdest.
Denn wie lange braucht es, einen Menschen kennenzulernen, Vertrauen und eine Bindung zu ihm aufzubauen? Ja, der erste Eindruck wirkt, aber der letzte wird bleiben.
Das ist das Phänomen des Primacy-Recency-Effekts: Informationen zu Beginn und am Ende werden im Gehirn am intensivsten abgespeichert und sind somit am nachhaltigsten. Verzaubere also deine Kunden zu Beginn z. B. mit einer herzlichen Begrüßung und verabschiede sie mit einer Entspannungstechnik oder einem guten Gespräch.


Nicht jeder Mensch ist gleich offen, hin und wieder haben Klienten Ärger oder privaten emotionalen Stress, den sie in die Session mitbringen. Lerne zuzuhören sowie ihre Körpersprache und Verhaltensweisen richtig zu deuten.

Sich die richtigen Softskills zu erarbeiten ist GOLDWERT

Du willst mehr über die entscheidenen Soft Skills im Personal Training erfahren? Dich interessiert das Thema und du spürst, dass du dich darüber austauschen möchtest und du professionelle Unterstützung benötigst? Dann schreibe mich an.

mail@timbertko.com

In Einzel - und Gruppencoachings erläutere ich dir die wirkungsmächtigsten Soft Skills. Anhand Deiner Fallbeispiele aus der Praxis werden wir den optimalen Weg von authentischer und effektiver Kommunikation - verbal sowie nonverbal - erarbeiten.